📬 Vom Anhang zur Leidenschaft – Urlaub auf Italienisch
Es begann mit einer Mail.
Nur ein kurzer Gruß an Luzia, dachte ich. Doch mein begrenztes Datenvolumen zwang mich zur Geduld – der Anhang musste warten. Also schrieb ich. Und schrieb. Und plötzlich war da: eine neue Leidenschaft. Ich fing an, unseren Urlaub aufzuschreiben. Und wie das duftet – nach Sangiovese und Sonnencreme!
🍷 Fiorella, Fotos und falsche Hoffnungen
Fiorella war nett. Sehr nett.
Kaum hatte sie Irene erkannt, war die Begrüßung herzlich. Mutter, Luzia und ich? Eher Nebendarsteller. Aber ein Urlaubsfoto von 2008 auf Irenes Handy brachte Fiorellas Erinnerung auf Trab – digitale Gedächtnisstütze deluxe!
Die erste Flasche Wein? Gratis!
Ich fühlte mich wie ein VIP. „Sie hat uns wiedererkannt!“, dachte ich stolz. Später stellte sich heraus: Jede Gastfamilie bekommt eine Flasche zur Begrüßung. Na gut. Immerhin war’s Sangiovese.
🍽️ Abendessen bei Fiorella – mit Familienanschluss
Mittwoch, halb acht: Dinner-Time.
Fiorella kocht – und wir essen. Für 25 € pro Person gibt’s ein Menü, das mehr Liebe enthält als mein letzter Versuch, Spaghetti zu kochen.
Neu im Team: Prasad.
Ein freundlicher junger Mann, stets hilfsbereit, sprachgewandt und mit einem Lächeln, das sogar die Olivenbäume beruhigt. Erst dachten wir: Philippinen? Indien? Nein – Sri Lanka! Früher Tellerwäscher in Milano, jetzt Allrounder auf der Fattoria. Und das Beste: Er nennt Fiorella liebevoll „Mama“. Herzschmelz inklusive.
✍️ Fazit: Aus WLAN-Mangel wird Schreibmagie
Was als technische Einschränkung begann, wurde zur literarischen Entfaltung. Und wer weiß – vielleicht wird aus dieser Urlaubsmail irgendwann ein Bestseller mit dem Titel:
„Sangiovese, Sonnencreme und ein Mann namens Prasad“