Es lohnte sich nicht mehr weiter zu schlafen und so blieb ich wach bis der Wecker im Mobiltelefon klingelte. Irene und Uschi wurden von mir geweckt und ich kochte erst mal Wasser für Tee und Kaffee um dem Start in einen langen Tag zu beginnen. Das Frühstück fiel kurz aus, denn der Kühlschrank war fast leer. Wir brauchten nur noch einige wenige Sachen in die Rucksäcke zu verstauen und um 05:10 saßen wir im Wagen und begannen den langen Rückweg nach Köln. Das festinstallierte Navi im BMW berechnete uns eine Strecke von 1180km und eine Ankunftszeit gegen 18:00 Uhr in Köln. Die Fahrt begann über die Superstrada Richtung Firenze, diese Straße war in einem unvergesslich schlechten Zustand. Schlaglöcher, Spurrillen und viele schlechtgemachte Reparaturen an der Asphaltdecke ließen kaum ein Tempo im erlaubten Bereich von 90 Km/h zu. Fast im Slalom versuchte ich als erster Fahrer unserer Rückfahrt diese Hindernisse zu umfahren, sofern diese in der Dunkelheit zu erkennen war und der Verkehr dies zuließ. Es ging immer weiter ohne Probleme in Richtung Bologna, die Trucks wurden immer zahlreicher, vorbei an Milano in Richtung Bellinzona dem Grenzort zur Schweiz. Zwischendurch berechnete das BMW-Navi eine Ankunftszeit um etwa 16:00 Uhr, was kaum möglich wäre. Wir erwarten den fast schon üblichen Stau vor dem Gotthardtunnel, das Schweizer Radio meldete bereits einen Stau von über 1,6 km. Vor uns staute es sich ein wenig und wir hielten schon als zweites Fahrzeug an der letzten Ampel vor dem Tunnel. Die Wartezeit, die keine war, betrug kaum zwei Minuten und Uschi lenkte den Wagen die langen 18 km durch den Gotthard-Tunnel bis zum einzigen Halt in der Schweiz, der Gotthard-Raststätte im Kanton Uri. Ich fuhr dann den Rest der Schweiz bis zur ersten großen Raststätte in Deutschland, der Raststätte Breisgau. Dort tankten wir den BMW wieder voll und erfreuten uns an den nun wieder gewohnten Spritpreisen. Wenn wir in Italien für 1.64 €/L Diesel tankten, war es schon an einer der preiswerteren Tankstellen. Nun waren wieder Preise um die 1.45 € Standard. Kurz vor Wiesbaden meinte das Navi mehrfach die Autobahn wechseln zu müssen da wohl ein Stau bevor stand. Diesmal folgten wir nur wiederwillig, in Italien hatte es uns etwas zu sehr verwirrt. Irgendwann fuhren wir in der Nähe von Königstein/Taunus über die Landstraße bis wir wieder auf die Autobahn A3 fuhren die uns dann nach Köln führte. Bereits um 19:10 Uhr erreichten wir ohne großen Stau nach genau 14 Stunden Fahrtzeit unsere Heimat in Porz. Das Gepäck, die Wein- und Ölflaschen für Porz wurden entladen. Irene und ich verabschiedeten uns herzlich von Uschi, die noch eine Fahrt von 70 km bis nach Hermesdorf vor sich hatte.
Müde bestellten wir uns eine leckere italienische Pizza und ließen uns dann gemütlich auf dem uns sehr bekannten Sofa nieder.
Schnell gingen die zwei Wochen vorbei, die Erinnerung aber bleiben.
Rapidamente passavano le due settimane, ma i ricordi rimangono.
ENDE....